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Dienstag, 25. Juni 2019

Moskitonetz für das Hammock (Hängematte) von EXPED

Ohne Wenn und Aber - Hängematte (Hammock) schlägt Zelten und Biwakieren 

Die Streitfrage ohne Streitwert betrifft die richtige Wahl der Übernachtung.

Nach wie vor gehört die Kultur des Zeltes zu den beliebtesten Arten, draußen womöglich komfortabel und trocken nicht nur durch die Nacht zu kommen.

Deswegen hilft eine Erörterung darüber, welche anderen Optionen nicht nur eine echte Alternative bieten, sondern vom Prinzip her auch die überlegene Entscheidung sind, nicht wirklich weiter.
Mit Zelten verdienen Hersteller und Handel zudem das meiste Geld. Damit haben wir gleich auch ein zentrales Argument für das Hammock, ergänzt durch die Regenschirme der Tarps und dem Schutz vor Mücken, Zecken, Spinnen, Blutegel und vieles andere mehr. Hier geht es nur um das Moskitonetz . Und zwar das EXPED SCOUT MOSKITONETZ.

Integrierte Lösung aus einer Hand nach wie vor nicht in Sichtweite 

Wer sich unter den Produkten der Hammocks umschaut, der findet zwar einige Hersteller, sowie einige Varianten, doch die durchgehende Lösung aus einer Hand fehlt nach wie vor.

Der bequeme Ansatz: Amazonas.com - die Kombination von Hängematte und Moskitonetz

Der Gründungsmythos der bayerischen Outdoor-Selfmademen liest sich spannend und weckt Sympathie. Geboren wurden die ursprünglichen Erstprodukte des Hammocks der Erzählung nach auf Grund der Reiseerfahrungen im Amazonas-Urwald. Wer heutzutage durch die Outdoor-Läden spazieren geht oder bequem virtuelle seine Inspirationen sammelt, der macht sich wohl selten Gedanken über die früheren Zeiten... Nichtsdestotrotz ist gerade auch in der Gegenwart noch vieles im argen. Vieles wirkt auf den ersten Blick clever, während dann die tägliche Outdoor-Existenz ganz plötzlich viele besonderen Umstände hervorbringt, die dann ebenso besondere Kreativität und das Improvisieren erfordert. Wenig verblüffend verweben sich dann Umstände, die logisch überhaupt keinen Zusammenhang haben können - bloß das gewünschte Ergebnis kommt so nicht zustande. Darüber wird noch zu berichten sein.

Kombihammock einer Hängematte mit angenähtem Moskitonetz

Zunächst bestach der bayerische Hersteller der Gebrüder Saul mit ihrem Kombihammock einer Hängematte mit angenähtem Moskitonetz, das zur Einstiegseite bzw. der Ausstiegseite einen sehr langen Reißverschluß integriert hat. Das gesamte Kombihammock ist in der Seitentasche auf ein sehr vorteilhafte Packmaß ausgelegt. Diese dient grundsätzlich als Packbeutel. Im Lieferumfang des 950 Gramm Päckchen befinden sich die Spannleine für die optimale Montage des Moskitonetzes, sowie die 2 Spreizstäbe, um das Netz im Raum aufspannen zu können. Sie werden quer in die aufgenähten Einschublaschen eingesetzt.
Für Anfänger können hier Probleme eintreten, insbesondere beim nächtlichen Aufbau. Die Spreizstäbe sind mittig geteilt und werden mittels einer Hülse zusammengesteckt. Hier kann es passieren, daß sich die Teile selbständig machen - im Dunklen ist die Suche dann eher vergeblich. Auch tagsüber lassen sich die schwarzen und kurzen Teile auf dem Waldboden kaum noch wiederfinden.
Auf längere Sicht zeigen sich einige Schwachpunkte. Das Material des Moskitonetzes weist zu wenig Stärke auf, so daß einige Löcher entstehen. Diese können sich im Laufe der Zeit vergrößern, da das Gewebe nachgibt. Das Problem tritt vor allem auf der Reißverschlußseite auf. Auch an anderen Stellen können diese Löcher entstehen. Zwar lassen sich diese mit entsprechendem Klebeband "reparieren". Doch dies hält eben nur begrenzt und ist zudem kostspielig.
Wer noch neu im Umgang mit dem Hammock ist, kann ungewollte Überschläge erleben. In diesem Fall ist es kaum möglich, noch aus dem Hammock herauszukommen - außer durch das Einreißen des Moskitonetzes, falls dieses nicht schon sowieso so reagiert hat.c
Nach rund einem Jahr zeigte sich das Einstiegsmodell als verschlissen, was im Kern das angenähte Moskitonetz betraf. Durch Fehler beim Einsteigen war es mehrfach zerrissen oder eingerissen, zudem hatten sich kleine Löcher im Netz gebildet - eine Materialverschleiß eher auf der Einstiegseite. Die Packtasche war mehrfach eingerissen und abgerissen. Die Spreizstäbe hatten sich durch die Einstecklaschen ins Netz gebohrt, und schließlich war der Reißverschluß so weit verschlissen, daß er sich nicht mehr öffnen oder schließen ließ. Damit hatte das Hammock natürlich seine Funktion verloren in der Phase der Mücken von üblicherweise Mai bis September.

Montag, 10. Juni 2019

Essen und Trinken und Kochstelle

Neulinge stehen mit vielen Fragen am Beginn der Outdoor-Karriere.

Da thront auf Platz 1 die Frage, was das alles kostet.

Die Schwierigkeiten liegen für alle Outdoor-Fans darin, den anderen die maßgeschneiderten Tipps zu geben. Zu unterschiedlichlich fallen die Möglichkeiten, die Zeiträume, das Budget aus.

Die Gaskartusche

Wer in eine Filiale von Globetrotter kommt und in die Kleinteileabteilung geht, wird sehr häufig Ohrenzeuge von Gesprächen der Art, wie lange eine Gaskartusche hält.Die Fachberater antworten, daß das sehr unterschiedlich ist. Das ist zwar richtig, allerdings kaum hilfreich.

Diese Schraubkartuschen werden nur in bestimmten Regionen angeboten, anderswo gibt es Stechkartuschen oder andere Systeme. Das ist der eine Punkt. Der zweite Punkt ist die Entscheidung, welche Füllmenge richtig ist. Dazu läßt sich eine Tabelle erstellen mit der jeweiligen Füllmenge plus dem Leergewicht der Gaskartusche. Wer auf jedes GrammPackgewicht achten möchte und jeden Kubikzentimeter Packmaß berechnet, der sollte eher auf alles verzichten. Zwar eröffnen Allesbrenner die Möglichkeit, weitere Stoffe zu verheizen. Aber bequem, sauber und leise ist nur Gas.

Wirtschaftlich ist nur der Einsatz von 450 Gramm befüllten Schraubkartuschen in verbunden mit dem effizienten Brenner. Zweitens verringert sich das Gewicht und das Volumen des Gepäcks mit dem Fortgang der Reise.

Weitere Überlegungen betreffen die Abwägung, was alles gekocht werden soll. Welche Art der Heißgetränke das auch sein wird - jeder möchte sie. Das betrifft also den Haupteinsatz des Kochens. Zusammen mit den übrigen Kocheinsätzen sollte die benannte Gaskartusche gute 7 Tage ausreichen. Das gilt nur für die Vegetationsperiode, und je mehr die Tagestemperaturen abfallen, desto mehr Gas wird verbraucht. Unterhalb von 12 Grad Celsius wird zudem der Typ WINTERGAS erforderlich, da selbst beim POWERGAS der Gasdruck rapide abfällt. Unten am Boden bildet sich zumeist Eis auf der Dose.Zum Brenner bleibt zu sagen, daß bei Sommertemperaturen ein billiger Gasbrenner für rund 30 Euro ausreicht. Doch wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich den SOTO WINDMASTER anschauen, der extra besprochen wird.

Wasser - ultrawichtig und ultraschwer

Wasser wiegt, und der tägliche Verbrauch geht schnell in die Knie. Hilfreich ist es auf alle Fälle, wenn öffentliche Brunnen oder Pumpen genutzt werden können, was sehr selten der Fall ist. Üblicherweise wird also der Kauf von Mineralwasser aus dem Supermarkt (leider in PET Flaschen) die sicherste und sauberste Lösung sein - und die billigste. Für einige Reisende wird der Einsatz eines hochwertigen Wasserfilters zwingend notwendig sein. Auch der wird seperat besprochen.
Da auch die Körperpflege und das Wäschewaschen dazu kommen addiert sich der durchschnittliche Wasserverbrauch gerne auf 20 Liter je Tag. Wer sich auf die Basisverwendung beschränkt, kommt auch mit 6 Liter Wasser durch den Tag.


Die Praxiserfahrung besagt, daß persönliche Berater und direkt erreichbare Servicekräfte ultrawichtig für den Ablauf im Outdoor-Einsatz sind. Die ganze Sache läuft nämlich nicht immer rund, und kleinere bis größere Probleme stehen jeden Tag auf der Matte. Unsere Hinweise entstehen aus der tatsächlichen Welt des DraußenLebens. Tag für Tag im europäischen Kontext. das geht ein bißchen in die Richtung von Andrea Heijlskov. Für mutmaßlich die meisten Menschen bleibt jedoch das Leben in der Zivilisation, also in der Regel in Steinhäusern oder Betonbauten der Standard. Die Befunde deuten darauf hin, daß das Paretoprinzip bestehen bleiben wird - wonach 80 Prozent der Menschen in den Metropolen leben. Die DrinnenLeber bleiben also in der Vorherrschaft.

Montag, 27. Mai 2019

Überleben in der Krise geht nicht über Krisenvorsorge mit Panikstimmung. Verlassen Sie das Konzept des Bundeslachgeschichtendienstes

Wie im richtigen Leben

Testen Sie das wilde Leben, ziehen Sie einfach in den Wald! 

Eine Familie zieht in den Wald. Interview mit Andrea Hejlskov

In ihrem Buch WIR HIER  DRAUSSEN berichtet Andrea Hejlskov vom Aussteigen. Aus der Gesellschaft, aus dem täglichen Druck, aus den Zwängen des Konsums, aber auch aus der kaum mehr vorhandenen Kommunikation mit ihrem Mann und ihren vier Kindern. Gemeinsam beschließen sie, alles zu verkaufen und zu verschenken und in eine Hütte im schwedischen Wald zu ziehen - ohne Heizung, ohne Wasseranschluß, ohne Strom. Wie es der Familie in ihrem ersten Jahr im Wald ergangen ist, erzählt sie in ihrem Buch. Wir haben mit ihr ein Gespräch über die Hintergründe geführt:Andrea, ihr habt in Dänemark ein „normales“ Familienleben geführt, wart beide berufstätig. Warum wurde dieses Leben für Euch unlebbar?


Andrea: Da gab es vor allem zwei Dinge.
1. Ich arbeitete damals als Kinderpsychologin bei der Gemeinde. In meinem Versuch, Kindern zu helfen, wurde mir immer bewusster, dass viele ihrer vermeintlich individuellen Probleme eigentlich eher in unserer Kultur begründet waren. Ich hatte immer das Gefühl, ihnen nie wirklich helfen zu können – und das hat mir das Herz gebrochen. Es war auch ein sehr anstrengender Job: Ich war immer in Eile und hatte dennoch nie genug Zeit und auch nie genug Geld. Ich hatte immer das Gefühl, allem nur hinterherzurennen, nie war es genug. Doch im Grunde war nicht der Stress das Problem, es lag viel tiefer: Als ich jung war, wollte ich etwas verändern in der Welt, ich wollte, dass mein Leben Bedeutung haben sollte – doch irgendwie war ich unbemerkt und ungewollt ein Teil der allgemeinen Maschinerie geworden. Mein Leben war mir einfach passiert. Ich hatte mir das alles so nie bewusst ausgesucht.

Als mein Mann Jeppe dann eines Tages sagt: „Was wäre, wenn es gar nicht an uns liegt? Wenn mit uns gar nichts falsch ist? Wenn es in Wahrheit das ganze Umfeld ist, unsere Kultur, die Struktur? Vielleicht sind wir ja einfach gute Menschen? Vielleicht ist alles gar nicht unsere Schuld?“ Diese Frage hat bei uns alles auf den Kopf gestellt. Und auf eine bestimme Art und Weise hat sie uns auch befreit, hat uns erlaubt, ganz neu zu denken.

Human Rewilding

2. Familie war mir immer sehr wichtig. Aber ich hatte nie das Gefühl, dass wir eine richtige „Kernfamilie“ sind, wir kamen uns eher vor wie Satelliten. Ich kannte meine Kinder nicht so gut, wie ich das gerne gehabt hätte. Mir wurde bewußt, daß meine größeren Kinder schon bald ausziehen würden und ich fragte mich, ob ich wirklich mein Bestes gegeben hatte, ob ich die Art von Mutter gewesen war, die ich sein wollte oder ob ich nur die Werte und Regeln der Gesellschaft befolgt hatte. Es war eine sehr problematische Zeit für mich, sie warf einige schwierige Fragen auf. Die Antwort war: Nein, ich war nicht die Mutter gewesen, die ich mir vorgestellt hatte. Und nein, ich hatte nichts bewegt in der Welt. Ich arbeitete so hart – und hatte dennoch das Gefühl, dass das alles nichts bedeutete. Es war also eine richtige Existenzkrise.
Ihr seid Teil einer Bewegung, die sich „Human Rewilding“ nennt. Worum geht es?

Andrea: Unsere Gesellschaft hat nicht nur den größten Teil des Planeten erobert, sondern auch den größten Teil unseres menschlichen Emotionslebens. In unserer Kultur gibt es nicht mehr viel „Wildes“, das noch toleriert wird. Wut, Ekstase, Tränen, unkontrollierbare Emotionen – wir versuchen immer alles zu kontrollieren, alles vorherzusagen, zu managen.

Aber die Natur ist doch wild, das Leben ist wild, und beim rewilding geht es darum, sich mit diesen grundlegend menschlichen Emotionen wieder zu verknüpfen. Es geht bei diesem Lebensstil also darum, einen Raum zu bieten für alles Nichtkonforme, es nicht zu kontrollieren, zu managen, auszubeuten, sondern seine Existenz einfach zuzulassen. In dieser Hinsicht kann man etwa Stress auch mit einer Monokultur in der Landwirtschaft vergleichen – dort werden die Felder auch unter Stress gesetzt, sie werden mit Chemikalien behandelt in dem Versuch, ihnen immer mehr und mehr und mehr abzuringen. Das gleiche machen wir mit unserem Verstand: Wir erwarten von uns Unmögliches (eine Frau muss etwa eine gute Mutter sein, Karriere machen, einen schönen Körper haben, produktiv sein, hübsch, gut organisiert und so weiter).

Und auch bei uns setzen wir Chemikalien ein, um unsere Produktivität zu steigern, immer mehr und mehr performen zu können. Beim rewilding geht es darum, wieder zu einer natürlicheren Sichtweise zurückzufinden. Den Kindern erlauben, im Dreck zu spielen und auf Bäume zu klettern, auch wenn es gefährlich ist. Es geht darum, nackt im Regen zu tanzen und sich nicht um Äußerlichkeiten zu kümmern. Und es geht darum, am Feuer zu sitzen und Zeit zu schaffen für die Art von Konversation, die sich nur entfalten kann, wenn man eben Zeit hat.Ihr lebt inzwischen nicht mehr in dem ursprünglichen Holzhaus, um das es im Buch geht, aber noch immer im Wald. Wie sieht euer Leben da jetzt aus?

Andrea: Wir haben sechs Jahre in der Wildnis gelebt, haben zwei Holzhütten gebaut und dabei viel dazu gelernt. Wir haben unseren Traum quasi immer mehr verfeinert und wurden uns mehr und mehr bewusst, welche Bedürfnisse und Wünsche wir wirklich hatten (im Gegensatz zu dem, was wir uns vorher nur vorgestellt hatten). Aber nach sechs Jahren entschieden wir uns, in einen Wald weiter südlich zu ziehen, näher an unsere Heimat Dänemark heran, wo das Klima milder ist. Ein Grund für den Umzug war auch, dass dieser Selbstversorger-Lebensstil hier leichter umzusetzen ist, Essen zu sammeln und so weiter. Aber wir leben immer noch off the grid (also ohne Stromanschluss oder fließendes Wasser, allerdings haben wir Solarzellen). Wir haben kein Bad, keinen Kühlschrank oder andere moderne Geräte. Unser Wasser kommt aus einem Brunnen, es steht immer noch in einem Eimer auf dem Küchentisch, unser Essen kochen wir auf dem Holzofen, wir haben eine Komposttoilette und das Essen lagert im Lagerraum.

Der Lebensstil ist also derselbe geblieben – aber wir sind umgezogen. Weil wir, indem wir uns selbst und unsere Grenzen ausgetestet haben, gemerkt haben, dass wir 1. ein freundlicheres Klima brauchten, 2. für unsere älteren Kinder, die inzwischen ausgezogen sind, erreichbar sein wollten, wir wollten einfach, dass sie uns besuchen können und 3. weil wir am alten Ort unglaublich viel Besuch von Menschen bekommen haben, die unser Buch gelesen haben und so leben wollten wie wir. Manche von ihnen haben sich sogar in unserem Wald angesiedelt, aber wir hatten keine Lust, zu einer Art Anführer oder Gurus zu werden – wir wollen einfach in Ruhe dieses Leben führen und darüber dann sprechen, wenn wir es wollen.

Natürlich ist unser Leben jetzt etwas luxuriöser geworden, wir haben ein größeres Haus (das wir auch nicht selbst gebaut haben, sondern lediglich ein altes Haus wiederhergestellt), es liegt näher an der Zivilisation und dank des milderen Klimas fühlt sich hier vieles einfacher an. Immerhin leben wir nicht mehr in einem Tipi im Regen. Aber die Lebensweise ist genau wie zuvor. Und wir wollen daran auch nichts ändern. Das haben wir uns bewusst so ausgesucht. Wir haben keine normalen Jobs, kein normales Einkommen, wir haben kein Geld oder besonders viel Besitz (man könnte sagen, wir haben ihn auf das Notwendigste reduziert), aber wir haben jede Menge Zeit und unsere Freiheit. Das würden wir nie wieder eintauschen wollen.Wie hat sich euer Verhältnis zu Familie, Natur, Zeit, Konsum durch das Leben im Wald verändert?

Andrea: Wir sind humorvoller und emotionaler geworden. Emotionen sind hier jederzeit erlaubt, denn wir müssen uns nicht an Arbeitspläne oder Produktivitätsvorgaben halten. Und lustiger ist es, weil wir fast alles auf eine langsame, anstrengende und dämliche Weise machten, als wir anfingen. Das ging nicht anders. Wir mussten herumexperimentieren und alles versuchen. Wir haben soooo viele Sachen so unglaublich falsch gemacht, und dabei so unendlich viel gelernt. Aber es war eben auch sehr anstrengend, wir mussten ja alles selbst ausprobieren, da uns niemand gesagt hat, was wir tun sollten und wie. Ich glaube, wir sind also auch viel besser im Lösen von Problemen geworden. Wenn was Blödes passiert, kriegen wir es wieder hin. Wir sind jetzt die, die die Dinge wieder hinkriegen. Wir denken darüber auch nicht lange nach – wenn was kaputt ist, reparieren wir es oder leben ohne es.

Wir sind sehr pragmatisch geworden. Ich glaube, am Anfang waren wir noch sehr romantisch, wir hatten all diese Träume und Vorstellungen, wie es wohl sein würde, in der Wildnis zu leben. Inzwischen sind wir da viel pragmatischer. Ich bin nicht hier, um irgendwelche Fantasien von einem authentischen Leben zu erfüllen. Ich bin hier, weil ich frei über meine Zeit bestimmen möchte und über meine Emotionen, über mein Leben. Ich will roh und wild sein, genau wie die Natur.

Mehr zu Andrea Hejlskov:

www.mairisch.de/programm/andrea-hejlskov-wir-hier-draussen

www.andreahejlskov.com

www.instagram.com/andreahejlskov